Protesttag 5. Mai 2026
Protesttag 5. Mai 2026
Protesttag am 5. Mai 2026 – Gemeinsam für Inklusion und Barrierefreiheit
Motto 2026 Menschenrechte sind nicht verhandelbar
Am 5. Mai 2026 fand der Europäische Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen statt. Seit vielen Jahren setzen an diesem Tag Menschen mit und ohne Behinderungen ein Zeichen für mehr Inklusion, Teilhabe und Barrierefreiheit. Der Aktionszeitraum erstreckte sich 2026 vom 2. bis zum 10. Mai. (Aktion Mensch)
Dabei geht es bei Barrierefreiheit um weit mehr als um bauliche Veränderungen. Auch digitale, sprachliche und gesellschaftliche Barrieren müssen abgebaut werden. Ebenso wichtig ist es, Vorurteile und Berührungsängste zu überwinden.
Anlässlich dieses Tages reiste eine Gruppe hörbeeinträchtigter Senioren aus Weimar und Umgebung zum Völkerschlachtdenkmal und dem Panometer nach Leipzig. Ziel war es einerseits Interessantes über das Denkmal sowie die Präsentation im Panometer zu erfahren und andererseits die touristische Barrierefreiheit in den Gebäuden zu prüfen und zu dokumentieren.
Das Völkerschlachtdenkmal in Leipzig – ein beeindruckendes Wahrzeichen mit bewegter Geschichte
Im Oktober 1813 standen sich rund um Leipzig die Truppen Napoleons und die verbündeten Armeen von Russland, Preußen, Österreich und Schweden gegenüber. Die Schlacht dauerte mehrere Tage und gilt als eine der größten Schlachten des 19. Jahrhunderts. Mehr als 90.000 Menschen verloren dabei ihr Leben. Die Niederlage Napoleons bei Leipzig leitete schließlich das Ende seiner Vorherrschaft in Europa ein.
Das Denkmal wurde nach Entwürfen des Architekten Bruno Schmitz errichtet und am 18. Oktober 1913, genau 100 Jahre nach der Völkerschlacht, eingeweiht. Mit einer Höhe von 91 Metern gehörte es damals zu den größten Denkmalbauten Europas.
Die Führung wurde wie immer mit dem Einsatz unserer mobilen FM-Anlage durchgeführt.
Mittagstisch im Restaurant PELLORUS
Antarktis im Panometer Leipzig – Eine Reise ans Ende der Welt
Mit der Ausstellung ANTARKTIS entführt der Künstler Yadegar Asisi die Besucherinnen und Besucher im Panometer Leipzig in eine faszinierende Welt aus Eis, Schnee und Wasser.
Auf dem 32 Meter hohen Rundbild eröffnet sich ein beeindruckender Blick auf die Landschaft der Antarktis. Gewaltige Eisberge und Gletscher treffen auf das eisige Meer, während Pinguine, Robben und Wale die besondere Tierwelt dieses extremen Lebensraums zeigen. Eine Besonderheit ist die Darstellung der Wasserlinie: Über dem Wasser sind die mächtigen Eisformationen zu sehen, während unter der Oberfläche eine faszinierende Unterwasserwelt sichtbar wird.
Nach dem Besuch der Ausstellung und einer Tasse Kaffee erfolgte auf der Rückfahrt nach Weimar die Auswertung der Fragebögen, denn wir waren ja nicht nur zum Vergnügen unterwegs, sondern auch um gegebenenfalls vorhandene Mängel beim Besuch dieser Kulturstätten aufzudecken.
Völkerschlachtdenkmal:
- Die zwei Außentreppen zum Denkmal haben kein Geländer
- Treppenabsätze im Denkmal sind nicht ausreichend gekennzeichnet
- Zu wenig Sitzgelegenheiten
- Leider keine Personenführungsanlagen für Gruppenführungen vorhanden
- Wir hatten unsere eigene FM Anlage dabei
- Unsere junge Gästeführerin war sehr begeistert und wird sich an das Management wenden, um eine solche Anlage anzuschaffen
- Zur Ruhmeshalle müssen 36 Stufen überwunden werden
- Weg zum Aufzug nicht ausreichend gekennzeichnet
Panometer:
- In der Ausstellung und im Ausstellungsraum zu wenig Sitzgelegenheiten
- Sie (die Klappstühle) waren, leider etwas versteckt, vorhanden
- Leider keine Personenführungsanlagen für Gruppenführungen vorhanden
- Im Filmvorführraum ist keine Hörschleife verlegt
- Leider funktionierte der Fahrstuhl zu den Toiletten nur von unten nach oben
- Die Ruftaste von oben nach unten funktionierte nicht
- Das Empfangspersonal wurde informiert
Fazit:
Es sind trotz zahlreicher Modernisierungen an beiden Häusern in den letzten Jahren immer noch touristische Barrieren vorhanden. Natürlich müssen die Betreiber den denkmalpflegerischen Aspekt beachten. Aus unserer Sicht können doch einige Beanstandungen auch ohne denkmalgeschütze Aspekte abgeändert werden.
Ein herzliches Dankeschön, hiermit an die Aktion Mensch, die mit Ihrer finanziellen Unterstützung diesen Besuch möglich gemacht hat
Text: Detlev Schilling (aus dem Sachbericht an die Aktion Mensch)
Lutz Krause mit Nutzung Chat-GPT
Bilder: Karin Krause, Beate Schwemmer, Lutz Krause